30. Aug. 2023 Schaffhauser Grenzweg Ursi Brem

Bericht von Ursi Brem

Gestartet haben wir im Weinbauerndorf Wilchingen, wo wir mangels anderer Gelegenheiten unseren Startkaffee im Degustationsraum der Weinkellerei Rötiberg geniessen durften.
Aufstieg zur Dorfkirche mit Blick über die Rebberge des Klettgaus. Dem sonnigen Waldrand entlang umrundeten wir die Reben, dann ging es in den Wald hinein. Im leichten Auf und Ab erreichten wir die Stelle, von wo wir in gemütlichem Tempo steil zum «Gasthaus Rossberghof» hinauf abkürzten.
Oben auf dem Höhenplateau liegt das Gasthaus wie eine Oase mitten im Wald des Südrandens. Dort trifft man auf den ausgeschilderten «Schaffhauser Grenzweg 898», der zwischen Osterfingen und Neuhausen verläuft. Ihm folgten wir nach dem dem Mittagessen.
Ebenaus ging es der Naturstrasse entlang zur Wasenhütte und weiter zum Erlenboden. Dem parallelen Wurzelpfad durch das Moor konnten wir leider nicht folgen, zu stark hatte es am Vortag geregnet. In der Gegend wurde früher Bohnerz abgebaut und ist heute Lebensraum für wertvolle Tier- und Pflanzenarten.
Beim Erlenboden trafen wir auf die Grenze CH/DE mit den historischen Grenzsteinen aus dem Jahr 1839. Sie sind nummeriert und auf der SchweizMobil-Karte verzeichnet. Schon bald kommt Grenzstein Nr.67, daneben der graue Stein, ein Findling aus der Eiszeit. Auf dem Grenzweg wanderten wir manchmal in Deutschland, manchmal in der Schweiz - oder mitten auf der Grenze, alles ohne grosse Höhendifferenzen.
Beim Wegweiser «Bohnerüüti» angekommen, könnte man weiter auf dem Schaffhauser Grenzweg Richtung "Neuhausen / Rheinfall" gehen.
Wir wählten den gut halbstündigen Abstieg nach "Jestetten" hinunter. Von nun an galten die Deutschen Wandermarkierungen, ziemlich kleine und unscheinbare Rhomben. Das Dorf liegt zwar in Deutschland, ist aber mit der S9 am Zürcher S-Bahnnetz angeschlossen. Und so kamen wir bequem zu unserem Ausgangspunkt zurück.