1. März 2022 Winterhorn Hans Richner
Teilnehmer 3 Damen, 1 Herren (inkl. TL)

Bericht von Hans Richner

Vom schattigen Bahnhof in Hospenthal geht es für uns vier erst mit geschulterten Skiern durch das alte Dorf hinauf gegen den ersten Kehr der Gotthardstrasse. Ab hier kann man mit den Skiern auf der sommersüber stark befahrenen Strasse bis hinter einen kurzen Tunnel laufen. Da beginnt die Steigung hinauf an den alten Gebäuden von Chämleten vorbei, wo der Gotthardserpentin abgebaut wird. Es dauert bis nur schon das Lückli, das ehemalige Restaurant beim stillgelegten Sessellift, erreicht wird.
Weiter oben auf sanfter ansteigendem Gelände läuft man nun über die Matten dem Winterhorn zu. Die Spur wechselt zu einem Gratkamm, wo es zwischen Steinblöcken bergan geht. Die Wetterlage mit häufigem Nordwind liess ihn recht hart und eisig werden. Die Harsteisen leisten da gute Unterstützung. Auf dem Gotthardpass unten liegt dichter Nebel der von Süden ansteht und aus dessen Grau nur die Windräder ragen.
Unter dem Gipfelsteilhang ist nochmals eine kurze Rast damit wir die letzten Meter gestärkt sind. In wenigen Kehren erreichen wir einen grösseren Felsen am rechten Rand der enger werdenden Chäle, geeignet für das Skidepot. Mit sichern Fusstritten geht es hinauf in die Lücke und vorsichtig im vereisten Schnee zum nahen Gipfel mit dem kleinen schmiedeeisernen Kreuz. Hunderte Gipfel stehen in der 360° Runde vom Tessin, Berner Oberland, Urner Alpen bis Bündnerland unter einem klaren blauen Himmel.
Für eine lange Gipfelrast reicht es nicht bei doch eher kühler Temperatur. Und einen Blick auf die Uhr sollte man auch hin und wieder werfen. Bei den ersten Schwüngen auf dem hartgepressten Schnee merkt man wie steil es ist! Bald sind wir aber in flotter Fahrt auf dem Gratrücken. Aber auch weichen Pulver finden wir noch für eine Reihe Schwünge im flacheren Teil. Auf einem pistenähnlichen Run, der aber auch in die Beine geht, kommen wir überraschend schnell zum Tunnel hinunter. Rechts davon geht es nun nochmals steil direkt ins Dorf.
Im historischen Hotel St. Gotthard ist noch genügend Zeit für den Schlusstrunk einer gelungenen Skitour.