16. Apr. 2021 Mittelpunkt Kt. Luzern und Luzerner Kapellenweg Ursi Brem
Durchgeführt  Verschoben auf den 12. April
Teilnehmer 14 Damen, 1 Herren (inkl. TL)

Bericht von Ursi Brem

Der Kälteeinbruch erschwerte die Planung, konnten wir doch Corona-bedingt nirgends einkehren. Doch die gutgelaunte Gruppe war perfekt ausgerüstet, auch kam die Sonne immer wieder zum Vorschein. Warm gab der Aufstieg zum Mittelpunkt des Kantons Luzern mit seinem Denkmal-Findling. Erstaunlich, dass die Aussengrenze des Kantons Luzern rund 400 km lang ist! Würde man sie auf einen Karton zeichnen, ausschneiden und unseren Punkt auf eine Nadel stellen, bliebe der Karton waagrecht stehen.

Durch den Schächelerwald wanderten wir zum grosszügigen Picknickplatz, wo wir uns gut verteilen konnten. Doch die kalten Temperaturen liessen uns bald wieder aufstehen. Nun auf freiem Feld, stiegen wir durch Wiesen, Familiengärten und Kleintiergehegen nach Ruswil hinunter. Dort packten einige die Gelegenheit beim Schopf, beim Vorbeigehen in der Confiserie einen Kaffee zu holen.

Unser Ziel war die mächtige Pfarrkirche, die über dem Dorf thront. Im warmen Innenraum berichtete Herr Häfliger, ein ehemaliger Kirchenpfleger, über die Geschichte des Dorfes und die üppige Ausschmückung der barocken Kirche, eine der grössten im Kanton Luzern. Seine spannende unterhaltsame Führung zog uns in seinen Bann. Durch den Barockgarten ging’s dann zum Pfarrhof, wo wir den prachtvollen Kapitelsaal mit Kachelofen und Kassettendecke (1654) bewundern durften. Zum Abschluss schenkte er allen ein reich bebildertes Büchlein.

Begeistert und dankbar zogen wir weiter, nun auf einem Stück des «Luzerner Kapellenwegs», der von Ettiswil nach Hellbühl führt. Ausgangs Ruswil nahmen wir unser zweites Picknick ein – auch da blieben wir nicht lange sitzen. Einen «coolen» Bericht solle ich schreiben, meinte Vevi…

Die Route führte dem Südhang des Rottals entlang, an Weilern und stattlichen Bauernhöfen vorbei. Oberhalb vom Hof Unterherreweg besuchten wir die schön gelegene St.Katharina-Kapelle; sie wurde 1614 nach der Pestzeit gebaut und ist mit den 14 Nothelfern geschmückt. Auf dem Bänkli genossen wir die wärmenden Sonnenstrahlen und den Blick auf den Pilatus – wenigstens auf dessen untere Hälfte.

Durch Wiesenpfade ging es zum Weiler Hueb und seiner kleinen Kapelle. Auf der Panoramatafel hätte man kontrollieren können, wie die Berge alle heissen, die sich nur zögerlich aus den Wolken erhoben.
Die nächste Viertelstunde führte der Strasse entlang, an Weiden und Beerenkulturen vorbei. Im feuchten Hellbüelerwald waren wir froh um unsere Wanderschuhe.

In Hellbühl angelangt, holten wir beim Willi-Beck, was uns gelüstete. Die Rast vor der Kirche an der Sonne und der direkte Bus nach Luzern rundeten den Tag ab. Danke an die fröhliche Wanderschar!