7.-13. Feb. 2021 TW Bourg St. Pierre, mit Bergführer Hans Richner
Teilnehmer 4 Damen, 2 Herren (inkl. TL)

Bericht von Hans Richner

Garstiges Wetter begleitete uns am Sonntag mit Regen und dann Schnee, wie wir mit ÖV und PW nach Bourg St. Pierre anreisten. Mit Bergführer Franz Baumgartner waren wir dann komplett und zu sechst. Im Hotel du Cret waren wir die ganze Woche die einzigen Gäste. Die Autofahrten machten wir dann jeweils zu zweit, um der "Fünferregel" gerecht zu werden. Aus unterschiedlichen Gründen gab es diesmal erstmals Absagen für die TW.
Bereits am Montag hatten wir nach ein paar morgendlichen Nebelschwaden prächtiges Wetter bei der Besteigung der Crêta de Vella 2519 m, gleich vom Hotel aus. Die Aussicht war perfekt zu den hohen Bergen südlich mit dem mächtigen Grand Combin und Velan. Westlich die Montblanc-Kette mit Mont Blanc, Grand Jorasses und Mont Dolent, um bei den Höchsten zu bleiben. Speziell war diesmal besonders der stark braun eingefärbte Schnee mit Saharastaub. Die Südhänge waren bereits gut verfestigt und mit wenig Neuschnee perfekt zu befahren.
Am Dienstag bestiegen wir die Dents du Grand Lé mit einem 40° steilen Gipfel- Südwesthang. Franz schaufelte unzählige Spitzkehrenplätze für uns aus. Mit knapp 2900 Meter den höchsten Berg der Woche. Hier waren wir die Einzigen auf dem Gipfel und hatten wieder besten Schnee für die Abfahrt.
Der Mittwoch war doch eher neblig und eine kürzere Tour gleich vom Hotel aus zur Alp Azerin, etwas über die Waldgrenze hinauf, war ja auch als halber Ruhetag willkommen.
Am Donnerstag fuhren wir talaus und dann zum Bergdorf Commeire hinauf. Von hier bestiegen wir, erst in märchenhaft vom Nebel verzuckerten Wald bergan, bis wir später einen wolkenlosen Himmel über uns hatten und dann ebenfalls über einen Südhang zum Six Blanc auf knapp 2500 Meter. Auch hier prächtige Aussicht in alle Richtungen und auf das "Chaletmeer" Verbier.
Für Freitag war eigentlich ab der Mittagszeit von Westen her Schneefall angesagt. So einigte man sich in Richtung des Grossen St. Bernhard aufzusteigen. Wäre doch dort die Möglichkeit in einem geheizten Raum einkehren zu können. Blies uns während des Aufstiegs ein steter kalter Wind ins Gesicht so war es dann oben überraschend windstill und gar mild an der Sonne. So machten wir noch einen kurzen Exkurs ins Italienische hinüber zur grossen Statue des St. Bernard zur Mittagspause. Zurück beim Kloster kehrten wir dort doch noch ein, tranken heissen Tee und machten uns Abfahrtsbereit. Franz suchte uns noch schöne Schwünge an den Hängen aus, so dass die Passabfahrt noch ganz ansprechend war bei immer noch sonnigem Wetter.
Abends genossen wir noch die Spezialität des Hauses mit Fleisch am Galgen.
Am Samstag kehrten wir alle Gesund nach Hause mit schönen Erlebnissen!