21. Juli 2020 Wäspen Hans Richner
Teilnehmer 5 Damen, 3 Herren (inkl. TL)

Bericht von Hans Richner

Ein früher Start scheint seine Tücken zu haben. Zwei Teilnehmerinnen fehlten. Zugs-Verspätung in Rotkreuz 15 Min.. Dank einer weiteren Seniorengruppe bemüht sich das SBB-Personal für einen Extrahalt des EC in Flüelen. Ihr Reiseziel ist auch der Klausenpass. Mit schnellen Schritten geht es auf der Passhöhe vom Postauto zum Kaffee - bei Regen! Wetterprognosen bei Südwestwind Wetterlagen im Sommer sind selbst für bestandene Meteorologenein Schreck. Für mehr als Badewetter zu prognostizieren reicht es nicht. Ein Blick auf den Regenradar zeigt ein ausgedehntes Regengebiet im Alpenraum. Zieht man es zeitlich weiter ist ein Regenende in wenigen Stunden wahrscheinlich.
Das heutige Tourenziel, den Wäspen, evtl. gar bei Sonnenschein noch zeitlich zu erreichen machen wir uns bereits etwas verspätet auf den Weg. Natürlich mit allen Regenutensilien gut ausgerüstet, regnet es doch beharrlich gleichmässig vor sich hin. Kurzer Halt auf der Alp Chammli in einem Stall für weiteres Nachrüsten. Immerhin, kein Donnerrollen. Vorsichtig geht's den Chammlitritt hinunter, dies auch wegen dutzender Regenmolche auf dem Weg. Bei der Oberalp zweigt nun der blau /weisse Weg ab in Richtung Wäspen. Immer in der Hoffnung endlich die ersten blauen Himmelsflecken zu erspähen. Nochmals ein heftigeres Regenprasseln auf die Pelerinen vor dem Wäspenseeli, aber dann, blauer Himmel über unserem Berg. Kurzer Halt am Seeli und noch eine halbe Stunde steil hinauf bis zum Wegweiser auf dem höchsten Punkt. Aussicht auf die grösste Kalkwand der Alpen vom Gross Ruchen bis zu den Windgällen. Nochmals ein paar Tropfen und dann eitel Sonnenschein unten am Seeli. Mittagsrast auf Steinblöcken, trocknen von Schirmen, Jacken und Pelerinen. Im tropfnassen Gras führt das schmale Weglein vorbei an weidenden Kühen und alsdann steil hinunter zum Wanneler Butzli, hinüber auf den grasigen Grat und diesem folgend zur Wannelen Alp hinunter. Im Schatten des Sonnenstorens den Durst löschen ehe uns das Seilbähnli steil ins Tal hinter schwebend nach Unterschächen bringt. Die nassen Bergschuhe werden wohl noch zwei Tage lang an diese etwas aussergewöhnliche Sommerbergtour erinnern.