3. Mai 2020 Uetliberg auf Abwegen (Fallätsche) Niklaus Bernet
Teilnehmer 3 Damen, 2 Herren (inkl. TL)

Bericht von Niki Bernet

Nachdem der Bundesrat am 16. März wegen der Corona-Pandemie den Lock Down verhängte, war klar, dass diese Tour so nach Programm nicht durchgeführt werden konnte. Uns Alten, vom Bundesrat als Risikopersonen eingestuft, wurde eindringlich ans Herz gelegt, zu Hause zu bleiben. Kurz nach dieser Massnahme wurde ich auf der Strasse zweimal verbal „angemacht“. So beschränkte ich nun meine „Ausgehmeile“ in den frühen Morgenstunden vorwiegend auf den Weidbergwald, den ich von mir zu Hause in wenigen Minuten erreichbar konnte. Bald kannte ich jeden Weg und Trampelpfad, und entwickelte mich auch langsam zum Vogelexperten. Bunt- und Schwarzspecht, Zaunkönig, Zilpzalp, Kleiber, Rotbrüstli, Singdrossel, Kohlmeise, Buchfink, Elster, Eichelhäher, Mönchsgrasmücke und andere, die ich zum Teil minutenlang aus nächster Nähe beobachten konnte, waren mir bald ein Begriff. Auch konnte ich feststellen, dass sich in diesem Wald mindestens fünf Rehe aufhalten. Später machte ich dann auch mal eine Velotour.

Von verschiedener Seite wurde ich auf die abgesagte Fallätsche-Tour angesprochen. Ob da nicht etwas möglich sei? So beschloss ich, die Tour im privaten Rahmen unter den verlangten Schutzmassnahmen, durchzuführen. Meine Bedingungen waren klar: Wochenende, da wenig Verkehr im ÖV und Aufbruch früh am Morgen, um dem Rummel am Uetliberg zu entgehen.

Aus der einen Tour sind dann schlussendlich drei geworden:
10. Mai: mit Maya bei etwas misslichen Verhältnissen
21. Mai: mit Augusta (Leider mussten ihre Enkel kurzfristig absagen, da der Lehrer von Mathilde kurz vorher erkrankt war. Der Corona-Verdacht hat sich dann aber nicht erhärtet.)
30. Mai: mit Patrick und Verena, beide Male bei tollen Bedingungen.

Die Route führte uns jeweils von Leimbach aus erst durch das Rütschlibachtobel, dann auf Wegspuren quer durch die Fallätsche an den Klubhütten „Felsenkammer“ und „Bristenstäffeli“ vorbei hinauf zum Teehüslli. Hier verliessen wir die Fallätsche, um die letzten 70 Höhenmeter an deren Rand zum Gratweg und weiter zum neu erstellten Picknickplatz auf der südlichen Seite aufzusteigen. Von hier aus hat man einen tollen Ausblick in den „Erosionstrichter“.
Für dem Weiterweg wählten wir dann jeweils verschieden Routen – zurück zur Allmend Brunau (mit Besuch der grössten Eibe am Uetliberg), über die Föhrenegg und beim dritten Mal über Linder/Dänzlerweg zum Albisgüetli. Alle, die mitgekommen sind, waren begeistert.