23. Apr. 2019 Lac Souterrain St. Léonard Theres Riedlinger
Teilnehmer 14 Damen, 4 Herren (inkl. TL)
Ausbildung bei der geführten Bootsfahrt lernten wir einiges

Bericht von Theres Riedlinger

Wir trafen uns direkt im Zug Richtung Wallis. Das Wetter war nicht optimal aber es blieb den ganzen Tag trocken, teils sonnig teils recht windig, genau richtig für eine Wanderung am Walliser Sonnenhang. Am Bahnhof in St. Léonard nahmen wir gleich den Weg zum See unter die Füsse. So mussten wir sogar noch warten, bis sich die Tür öffnete um 10 Uhr. Wir erhielten Platz im ersten Boot. Der See liegt zwischen 30 und 70 m tief unterhalb der Weinberge, ist 300m lang und ist ein Zeuge des Entstehungsprozesses der Alpen. Im See schwimmen Regenbogenforellen, die aber gefüttert werden müssen, da das Wasser ganz klar ist und keine Nährstoffe für Fische enthält. Da die Temperatur der Luft und des Wassers stabil sind, wär es ein idealer Ort zur Lagerung des Weines. Wir erfuhren noch einiges über die Gesteinsarten und über die Deckensicherung wegen Erdbeben oder Hochwasser. ½ Std. dauerte die Fahrt, hin und zurück. Nun gab’s doch noch einen Kaffee vor dem Start der Wanderung. Mit Bravour meisterten Alle den gut 150m hohen steilen Aufstieg bis zur Bisse de Clavau. Hier war Pic Nic Halt bevor wir dann der Bisse entlang bis nach Sion weiter wanderten mit wunderbarem Blick ins Rhônetal und teilweise in die hohen Schneeberge, wie z.B. den Bellatola. Dank der Panoramatafel konnten wir einordnen, was wir sahen oder erahnten. Edith machte sogar Bekanntschaft mit einem Feldhasen, Marisa beobachtete ein Eichhörnchen. Auch botanisch gab’s ein paar Besonderheiten wie die schopfige Traubenhyazinthe oder das Schweizer Meerträubchen und die wuchtige Färber-Waid. Die vielen Trockenmauern sind einfach immer schön anzusehen, die Vordern sahen oft Eidechse vorbeihuschen. Die unzähligen Weinstöcke lassen uns bereits an das kühle Glas Wein denken zum Abschluss. Bei der Brauerei angekommen, machten wir uns auf den Weg Richtung Bahnhof und streiften ein Stück der Altstadt. Gestärkt und zufrieden nahmen wir die lange Rückfahrt auf.