31. Januar 2026 Jörg Keller Samstag Skitour Teilnehmer 6 Damen und 8 Herren (inkl. TL) Foto svon Jörg Keller
Bericht von Patrik Debrunner
Ein (noch) kleines Grüppchen trifft sich am frühen Morgen auf Gleis 4 in Winterthur, um sich nach St. Antönien chauffieren zu lassen. Bei jedem Umsteigevorgang wächst die Gruppe merklich an, und schlussendlich steigen in St. Antönien, Rüti die beachtliche Anzahl von 14 Teilnehmern und Teilnehmerinnen aus dem Postauto.
Bei prima Wetterbedingungen macht sich das muntere Trüppchen daran, sich für die kommende Tour zu richten. Es ist für einige die erste Tour der Saison, und der Umgang mit dem neuen Material muss noch etwas gelernt sein. Schlussendlich steht die ganze Gruppe bereit, und Christoph prüft pflichtbewusst, ob alle ihr LVS eingeschaltet haben.
Die Skitouren-Autobahn erlaubt intensive Gespräche, und die kniffligen Stellen durchs Wäldchen werden mit Bravour gemeistert. Durch die allgemein kritische Schneelage konzentriert sich das skitourengehende Volk an den wenigen geeigneten Orten. So war unser erster Pausenplatz bereits durch eine zweite, grössere Gruppe belegt – in diesem leicht coupierten Gelände ist aber genug Platz für alle.
Nun wird das Gelände etwas steiler, und in grossen Bögen führt uns Jörg hinauf auf den Eggberg. Nebst dem vielbevölkerten Gipfel erwarteten uns Sonnenschein und eine grandiose Rundsicht. Auch wenn die letzten Höhenmeter unsere Gruppe etwas auseinandergerissen hatten, waren wir nach kurzer Zeit wieder komplett, und Jörg musste alle ermahnen, nicht gleich übermotiviert die Felle von den Skis zu reissen. Das hüfttiefe Einsinken in den Schnee erschwerte zwar das Gratulieren auf dem Gipfel, machte aber Vorfreude auf die kommende Abfahrt.
Frisch gestärkt, fuhren wir auf den Fellen runter zum Pass und dann hoch in Richtung Punkt 2204. Bei einer geeigneten Stelle wurde abgefellt und es folgten erst ein paar zögerliche, bald wieder sehr routinierte Schwünge im noch wenig verfahrenen Neuschnee. Dieser Neuschnee liess bei fünf Mitgliedern das Herz so aufgehen, dass sie sich bei der Alp Säss die Felle nochmals unter die Skis klebten, um noch den Geisstschugga zu erreichen.
Das erste Grüppchen setzte die Abfahrt fort und konnte mit etwas Stockeinsatz das Dörfchen St. Antönien per Skis erreichen. Hier gab es im Restaurant Madrisajoch leckeren Kaffee und Kuchen. Das zweite Grüppchen wurde in dieser Zeit von Peter routiniert und in ambitioniertem Tempo auf den Geisstschugga geführt. Für den unterwegs gefundenen Helm fanden wir leider keine Abnehmerin. Auch die zweite Abfahrt führte durch oft unverfahrenen Neuschnee, und schon bald trafen wir in St. Antönien mit entsprechendem «Halli hallo» auf die erste Gruppe. Die Durstigen der zweiten Gruppe zog es noch ins bereits bekannte Restaurant Madrisajoch, die anderen liessen sich wieder mit den ÖV nach Hause schaukeln. Ein gelungener Skitourentag — danke, Jörg!
