Baldingen – Schneisingen

10. Juni 2025
Stephan Kölliker
Dienstag
Wanderung
Teilnehmer
2 Damen und 2 Herren (inkl. TL)
Fotos
Panorama aus dem Internet, übrige von Stephan

Bericht von Stephan Kölliker

ICH WAR NOCH NIEMALS IN BALDINGEN AG.

So die Überschrift in einem Artikel im «Tagi-Magi» von 2021. Wer kennt schon Baldingen oder Böbikon? Also nichts wie hin.

Aber schön der Reihe nach. Tour infolge Wetterlage zu verschieben ist mit Absagen von Teilnehmern verbunden. Nach obligatem Café-Halt und kurzem Besuch des Verena-Münster in Bad Zurzach fahren wir im Bus nach Baldingen. Angelangt in Baldingen Oberdorf ergeben sich lohnende Blicke in die Weite. Dank der privilegierten Lage, 220 m höher als Bad Zurzach. Baldingen wurde im 1968 wegen eines «Mini-Krieges» von Serviertochter Rosemarie bekannt. Seither wurde es wieder ruhig im 300 Seelen Dorf.

So starten wir auch unsere Tour, vorbei am  klotzigen Wasserturm geht es durch Feld und Wald zum Eetelweier, wo wir Mittagsrast halten. Zum Dessert gibt es die Sage vom Eetelwybli und ihrem Schicksal, die Verbannung im Eetelloch durch ihren Vater. Eine Wegstunde weiter gelangen wir zu den Alpenrosen von Schneisingen, die bereits 1878 erstmals publiziert wurden.

Auch hier gibt es eine Sage darüber. Zwei Geschwistern, die auf der Flucht von Nidwalden anno 1798 wegen einfallenden Franzosen hier ein Stück Heimaterde verloren. Wahrscheinlicher aber ist, dass Samen während der Eiszeit mit dem Linthgletscher transportiert wurden. Möglich wäre auch, dass Vögel die Samen verfrachtet haben. Leider blühen die Alpenrosen noch nicht, wenn überhaupt dieses Jahr, warum auch immer. Schade.

So geht es halt abwärts nach Schneisingen und heimwärts. Danke an Alle für die Teilnahme, auch ohne Blumen.