Wanderung Napf
26. August 2007
Bericht und Bilder von Paul Keller
Medard führt seine 15 Mitwanderer von Zug zu Zug und vom Zug zum Postauto, bis
wir direkt vor der Besenbeiz auf Holzwegen ankommen. Nach der langen Reise sind
alle dankbar für eine kleine Stärkung bevor die Wanderung in Angriff genommen
wird. Auf der Normalroute über Mättebergegg – Stächelegg gelangen wir auf den
1408m hohen Aussichtsberg. Beim Mittagspicknick gesellen sich noch unzählige
kleine fliegenden Ameisen zu uns und möchten mithalten.
Die vielgepriesene Aussicht vom Napf hält heute die Versprechungen nicht ein, trotz schönem Wetter. Ein leichter Dunst und etwas Gewölk in den Bergen lässt die fernere Landschaft mehr erahnen als erkennen. Dafür aber halten die "Merängge mit Nidle" das was versprochen wird. Mit einer halben Portion sind die Meisten schon gesättigt.
Für den Abstieg nach Mettlenalp wählt Medard den Weg über die Trimle – weniger
steil und guter Weg – gegenüber dem steilen Direktabstieg. Nun haben wir noch
viel Zeit, die "vertrödelt" werden muss, bis das einzige fahrplanmässige Postauto
nach Trubschachen fährt. In der Alpwirtschaft gibt es für die einen ein vorgezogenes
Abendessen mit Burewurscht und Rösti und für andere die zweite halbe Portion
Meringues. Endlich ist es soweit: das Postauto fährt ein und wird von den vielen
wartenden Wanderern fast gestürmt. Die Heimreise wird etwas mühsam, im überfüllten
Bus, in der tropischen S-Bahn nach Bern und in der amerikanisch plappernden
Umgebung des Intercity nach Zürich.
Die Wanderung im hügeligen Grenzland Entlebuch - Emmental ist wunderschön. Nur schade, dass Zürich so weit abgelegen ist und daher die Reise viel länger dauert als die Wanderung. Medard hat uns einen Teil seines Heimatgebietes gezeigt, vielen Dank dafür.