14. Feb. 2010 Alvier (mit ZSV) Marcel Stalder
Teilnehmer 4 Damen, 6 Herren (inkl. TL)

Bericht von Marcel Stalder

Zu Zehnt sind wir achthundert Höhenmeter unter der Nebeldecke aufgestiegen, um danach den blauen Himmel und die Sonne zu geniessen. Nach einer verdienten Pause beim Skidepot und einem kurzen Schlussaufstieg dem Südgrat entlang, konnten wir den Blick auf die nahen und fernen Schneeberge der Ostschweiz und Österreich schweifen lassen.

Bericht von Max Gergey

Die Bescheidenheit unseres Tourenleiters lässt ihn die Tour auf den Alvier nüchtern so beschreiben: „Regella, Capätsch, Alpläui, Bi de Seen, Alvier. Lange, aber abwechslungsreiche Tour mit schöner Aussicht.“ Den mindestens alpinen Ausstieg ab Skidepot auf den Gipfel über drahtseilgesicherte Schrofen verschweigt des Sängers Höflichkeit… wie wohl eine Himalaya-Tourenbeschreibung des Tourenleiters klingen würde? „Rupalwand, Merkl-Rinne, Welzenbach-Eisfeld, Nanga Parbat. Lange, aber abwechslungsreiche Tour mit schöner Aussicht“? - Aber natürlich lieben wir das Understatement unseres Tourenleiters, denn unsere Erwartungen werden bei weitem übertroffen.
In Oberschan starten wir im Nebel und erwarten bang, was uns über den Schwaden entgegenblicken mag. Und plötzlich ist es soweit: Auf der Schaner Alp beginnt der etwas verblasene Schnee zu glitzern, und ein stahlblauer Himmel lässt uns jauchzen. Durch kupiertes Gelände ziehen wir unsere Spur, und wer sie nicht zuhause vergessen hat, darf sogar seine Harscheisen montieren, um nicht zu arg zu rutschen. Die Tour ist zwar lang, aber dank Sonnenschein spüren wir das gar nicht, und wir kommen schon bald beim Skidepot unter dem Alvier an.
Nach einer kleinen Stärkung von Magen und Nerven stecken wir Krämpfe und andere Unpässlichkeiten weg und stapfen die – je nach Vorbelastung – „ausgesetzte Steilstufe mit Tiefsturz ins Seeztal“ beziehungsweise „harmlose Schneetreppe“ hinauf zum Gipfel. Dort fehlt uns zwar immer noch das iPhone-Applet zur Alpengipfelerkennung, aber wir geniessen ganz einfach das herrliche Panorama und das darunter wabernde Nebelmeer.
Durch mal leichten, mal etwas brüchigen Schnee fahren wir die fast 1500 Meter hinunter, graben eine umgekippte Kameradin am Rand des Waldwegs aus und lassen (Susanne, aufgepasst!) den wunderbaren Tourentag im Restaurant zur alten Mühle in Oberschan gemütlich ausklingen.
Eine lange, aber abwechslungsreiche Tour mit schöner Aussicht, garniert mit den typischen Bergclub-Ingredienzien: tolle Stimmung, super Tourenleiter und generationenübergreifende Teilnehmerschaft. Auf baldiges Wiedersehen!

Bilder von Ursina Stingl und Marcel Stalder