6. Feb. 2010 Fanenstock Adrian Fassbind
Teilnehmer 3 Damen, 6 Herren (inkl. TL)

Bericht von Max Gergey

Zum Glück entschliesst sich unser Guide für den (noch) früheren Zug – so dürfen wir den Wecker auf eine Zeit mit einer 4 vorne einstellen, kommen in den Genuss einer ruhigen Anfahrt, und ein fast blauer Himmel über dem Glarnerland überrascht uns, ganz entgegen der Wetterprognose, nur vorausgeahnt vom wetterkundigen Tourenleiter.
In Elm lassen wir das Heim von Vreni Schneider links liegen und steigen in den herrlich verzuckerten Gamperduner Wald ein. Über Stafel und Stäfeli ziehen wir über die Waldgrenze und erfreuen uns an der Aussicht auf das Martinsloch, das von unserem Weg aus gesehen allerdings gar kein Loch ist. Spätestens oben im Fanenfurggeli wird die Sicht leider etwas blind, so dass wir zwar noch das Haus von Vreni Schneider tief unten im Tal, aber nur noch knapp den steil abfallenden Grat zum Fanenstock erkennen können. Aufs Sünnelen auf dem Gipfel müssen wir deshalb für einmal verzichten.
Verzichten müssen wir noch auf etwas anderes: auf schlechte Schneeverhältnisse… oft hört man, dass neun von zehn Skitouren von schlechtem Schnee heimgesucht werden; heute sind wir, o ja, auf der zehnten von zehn unterwegs. Wir lassen uns durch schaumig-luftiges Weiss treiben und stieben surfend über den Fanen zur Mittagsrast beim Mittleren Stafel. Die pulvrige Abfahrt macht durstig, und so lassen wir das Haus von Vreni Schneider nun rechts liegen und fahren schnurstracks ins Restaurant Bahnhof. Dort grüssen wir Vreni Schneider – auf dem Poster an der Wand –, geniessen glücklich ein paar Beggeli und freuen uns aufs wohlverdiente Nickerchen im Zug nach Hause.

Bilder von Ursina Stingl