23. Jan. 2010 Hengst Franz Schuler
Teilnehmer 1 Damen, 7 Herren (inkl. TL)

Bericht von Franz Schuler

Die Frauen des Bergclubs waren auf dieser Tour schlecht vertreten. Maria behauptete sich aber unter den 7 Männern sehr gut.
Über die Bodenhütte, wo wir eine Pause einlegten, ging es in der Traverse zum Hengst hinauf. Die Sicht war grandios. Der überraschende Pulverschnee verleitete uns etwas abseits der Piste hinunter zu fahren, daher mussten wir ein kleines Stück im Wald abfahren. Bei der Alp Schlund tranken wir noch einen kühlen Most. Von hier war es nur noch eine kurze Abfahrt zur Hirsegg, wo wir das Postauto fünf Minuten später besteigen konnten.

Bericht von Max Gergey

In Flühli-Hirsegg können wir praktisch ab Postauto in die Aufstiegspur Richtung Hengst einsteigen. Beim Erleichtern hinter der Schüür blinzelt uns schon der erste Sonnenstrahl entgegen – der erste von sehr vielen, die uns wünschen lassen, wir hätten den Sommerhut eingepackt.
Um nicht wie Perlen auf der (TourenskifahrerInnen-)Kette laufen zu müssen, nehmen wir den etwas längeren Weg über die Bodenhütten in Kauf. Über der Waldgrenze angekommen spüren wir deutlich das Schrattige an der Schrattenfluh: tiefe Gräben durchziehen den Hang, die Spur muss darum herum gelegt werden. Das zwingt uns manchmal zu kleinen Kletterübungen – zum Glück für uns können wir jeweils dem Tourenleiter den Vortritt lassen.
Auf dem Gipfel macht der Hengst seinem Namen alle Ehre und protzt mit einer atemberaubenden Aussicht auf Wetter-, Schreck-, und Finsteraarhorn, Eiger, Mönch und Jungfrau. Bei angenehmen Temperaturen hat sich der gar nicht so wenige Schnee erstaunlich gut gehalten, dankbar schwingen wir neben den ausgefahrenen Hängen in unberührtem Pulver hinab. Einer Aufstiegsspur zu folgen ist uns dann zu langweilig, wir bevorzugen den abenteuerlich gesteckten Naturslalom durch den Wald. Mit wehem Herz lassen wir den letzten Pulverhang links liegen und kehren in der Beiz im Schlund ein. Toni ist gerade am Bierholen, deshalb helfen wir dem Servicepersonal tatkräftig beim Einschenken, kippen die Tranksame in unseren Schlund und flitzen hinunter bis unmittelbar vor die Postautohaltestelle.
Prächtiges Wetter, leichter Schnee, tausend Gipfel und viele Abenteuer – was will man mehr?

Bilder von Markus Hubbuch