2.-6. Juni 2018 Nationalpark Val Grande Carin Antweiler
Teilnehmer 3 Damen, 3 Herren (inkl. TL)

Bericht und Bilder von Matthias Studer

«Der Nationalpark Val Grande (italienisch Parco nazionale della Val Grande) ist ein Nationalpark in den norditalienischen Alpen, nahe der Schweiz. Er liegt zwischen dem Lago Maggiore und dem Val d'Ossola in der piemontesischen Provinz Verbano-Cusio-Ossola und ist 146 km² gross.» Soweit die Einleitung bei Wikipedia zum Ziel unserer mehrtägigen Tour.
Für Einige in unserer Gruppe war das Val Grande Neuland, während Andere dem Nationalpark schon etliche Besuche abgestattet hatten. Da die Möglichkeiten an Routen riesig ist, kam auch für die Kenner keine Langeweile auf.
Wir starteten in Trontano (nicht zu verwechseln mit Toronto). Nach einem letzten Kaffee in der Bar tauchten wir schon bald in die Wildnis einer ersten Schlucht ein und fortan ging es aufwärts. Einen letzten Zwischenhalt in der Zivilisation (= bewirtete Hütte) bei der Alpe Parpinasca liessen wir uns nicht entgehen. Weiter gings zur Alpe Rina, unserem ersten Tagesziel. Wie alle Hütten in dieser Gegend war auch diese Unterkunft mit sehr kunstvoll geschichteten Steinplatten gebaut. Wir schlugen die Zelte und Biwaks auf und bereiteten das Nachtessen vor. Noch nicht müde, bauten kräftige Arme aus herumliegenden Platten eine Feuerstelle und eine lange Bank. Gemütlich am Feuer entspannten wir uns nun mit Geschichten und Heilsalben.
Am nächsten Tag kürzten wir die vorgesehene Route ab und bestiegen dafür gleich zwei Gipfel, den Pizzo Tignolino und den Testa di Menta. Über eine lange Krete gings weiter zur Mottàc, eine wunderschön gelegene und eingerichtete Hütte. Wir genehmigten uns eine Erfrischung am Bach, danach gabs ein Sonnenbad und ein Jass mit Apéro. Das Abendessen konnten wir im Lichte der letzten Sonnenstrahlen geniessen, bevor wir uns zum Kerzenlicht in die Hütte verzogen. Rechtzeitig zur Gute Nachtgeschichte kamen die Hirsche zur Hütte. Doch...
Der dritte Tag war regnerisch. Wir stiegen steil ab, überquerten einen Fluss und erreichten bereits nach weniger als drei Stunden im Tal In La Piana, eine Ansammlung von gleich drei zur Verfügung stehenden Hütten. Glücklicherweise hellte es am späteren Nachmittag und die Teilnehmer verbrachten die Zeit unterschiedlich mit Wandern oder baden im Fluss.
Am vierten Tag gings wieder hoch hinaus über Cime de Laurasca und Cime Marsicce bis zur Alpe Cortechiuso. Der anstrengende Aufstieg wurde mit einem fantastischen Weitblick über die Täler und etliche italienische Seen entschädigt. Die Unterkunft war in einem schlechten Zustand, deshalb übernachteten wir wieder draussen. Der Weitblick aus den Zelten - unübertrefflich!
Am fünften und letzten Tag blieben wir lange in der Höhe, bevor wir steil abstiegen und dem Fluss Loana entlang das Val Grande verliessen und in Malesco wieder in die Zivilisation eintauchten. Zum Abschluss stärkten wir uns im Restaurant mit wunderbarer Pasta und reisten am späteren Nachmittag glücklich und zufrieden mit der Centovallibahn und der SBB via Bellinzona zurück nach Zürich.
Ein ganz grosses Dankeschön geht an Carin, welche uns trotz teilweise fehlendem Weg stets präzise durch die Wildnis führte. Es war ein tolles Gruppenerlebnis und viele Erlebnisse werden mir positiv in Erinnerung bleiben.