29. Sep. 2017 Davos Monstein – Filisur Ursi Brem
Teilnehmer 7 Damen, 2 Herren (inkl. TL)

Bericht und Bilder von Ursi Brem

Neun Bergclübler trotzten den unsicheren Wetterprognosen und reisten durch das Albulatal nach Davos Monstein. Nach einer Stärkung im Restaurant Schmelzboden wanderten wir durch die imposante Zügenschlucht. Die Naturstrasse war 1872 aus den Felswänden herausgesprengt und mit Trockenmauern, Tunnels und Galerien durchgängig gemacht worden. Gegenüber vom Rastplatz Brombenz toste ein Wasserfall. Bei so viel Abwechslung störte auch der Regen kaum, der pünktlich zum Wanderstart eingesetzt hatte. Am Bärentritt dann die schwindelerregende Aussicht in die Landwasserschlucht. Für das Mittagspicknick fanden wir im Wartsaal des Bahnhofs Wiesen Platz; er dient auch als Informations-Pavillon über das Wiesener Viadukt.

Die Wolken hellten sich auf, niemand wollte schon den Zug besteigen. Wir überquerten das Viadukt auf dem seitlich angehängten Geländer und schauderten beim Tiefblick auf das Landwasser, das 90m unter uns durch die Schlucht floss. Kaum hatten wir den Aussichtspunkt erreicht, fuhr wie bestellt eine Zugskomposition der Rhätischen Bahn über das Viadukt.

Durch moosigen Wald querten wir Richtung „Filisur“, wobei ein paar kurze Aufstiege zu meistern waren. Das Gebiet ist bekannt für seine reiche Flora, besonders Frauenschuhe kämen zahlreich vor - Blumenliebhaber kommen am besten im Mai/Juni nochmals vorbei. Im Schönboden, wo der schnelle Niki bereits am Kreuzworträtsellösen war, hielten auch wir Rast, bevor wir den Schlussabstieg unter die Füsse nahmen. Auf der Terrasse des Restaurants Grischuna beim Bahnhof Filisur schien die Sonne. Zufrieden genossen wir die Aussicht ins Albulatal und die feinen Desserts.