1. Feb. 2016 Teltschehorn statt Blashorn Carin Antweiler
Änderung  Teltschehorn anstelle Blashorn, wegen der Lawinensituation
Teilnehmer 2 Damen, 3 Herren (inkl. TL)

Bericht von Martin

2 Frauen und 3 Männer treffen sich aus allen Himmelsrichtungen im Obergoms, genauer in Geschinen. Da die Lawinensituation eine Tour auf das Blashorn verunmöglichte, ist das Teltschehorn die gewünschte und nur wenige Kilometer Luftlinie entfernte Alternative.
Bei recht schönem und fast frühlingshaftem Wetter geht es den Nordhang hinauf durch dichten Wald. Der Schnee passt sich perfekt den aktuellen Temperaturen an und liegt halt naturgemäss etwas nass und schwer auf dem Sommerweg nach oben. Ganz allein geniessen wir den Aufstieg, den ganzen Berg nur für uns. Dafür müssen wir auch ganz schön arbeiten, will heissen spuren. An einem Montag wie diesem ist ausser einem Schneehuhn kaum ein Lebewesen mit zwei Beinen am Boden auszumachen.
Weiter geht es über Flesche, danach eine Alp mit einem kurzen flacheren Zwischenstück. Die Schneebeschaffenheit ändert in dieser Phase auf mittelschweren, angefeuchteten Pulver mit Deckel. Diese Oberfläche macht das Spuren definitiv zum perfekten Konditionstraining, das mit zunehmender Neigung in ein Intervalltraining übergeht, da ein reger Wechsel an der Spitze nötig ist, um ein einigermassen akzeptables Tempo zu halten. Kurzum, der Vorderste gibt alles, während die Windschattenfahrer sich erholen und die ständig wechselnden Lichtverhältnisse geniessen, bis sie wieder Schwerarbeit an der Spitze verrichten.
Der Distelgrat auf 2660m ist nun unser Ziel, da bekanntlich die Zeit schneller läuft bei tiefem Schnee... und die meisten auch vor Einbruch der Dunkelheit wieder unten sein möchten. Ein wunderbarer Ausblick Richtung Norden in die Berner Alpen mit Finsteraarhorn, Schreckhorn, mit scharfem Auge gar Eiger, Mönch und.. und.. sowie die italienischen Berge im Süden, gilt es kurz zu geniessen, um dann die wechselhaften Schneeverhältnisse bei der Abfahrt Revue passieren zu lassen.
Dank Carins perfektem Timing treffen wir gerade rechtzeitig ein, um den Zug Richtung Furka zu erreichen. Ja, an solche Montage in den Bergen, anstelle Malochen im Stollen, könnte man sich ganz gut gewöhnen.

Bilder von Martin & Martine